Fußverletzungen im Cheerleading


Fußverletzungen im Cheerleading

L2C geht es natürlich um Prävention und Unfallvermeidung im Cheerleading. Es kann jedoch, trotz guter Vorbereitung und angemessener Erwärmung, stets zu Verletzungen kommen. Da ich momentan selbst von den Nachfolgen eines Bänderabrisses im linken Fuß betroffen bin und in meinem Umfeld weitere Cheerleader mit Fußverletzungen zu kämpfen haben, möchte ich Euch darüber berichten, wie sich meine Verletzung entwickelt und mit welchen Übungen ich versuche, wieder in den Trainingsalltag zu gelangen.

Dabei stützen sich die Beschreibungen hier auf meine eigenen Erfahrungen. Da ich kein Arzt bin, kann ich Euch keine Empfehlungen geben, sondern nur meine Entwicklung schildern. Trotzdem werde ich Euch in der Kategorie Videogym einige Übungen präsentieren, von denen ich überzeugt bin, dass sie mir bei der Genesung helfen.

Da ich nach einer OP vor etwa zehn Jahren eine Schmerzmittelintoleranz entwickelt habe, muss ich versuchen, mit anderen Mitteln die Genesung voran zu treiben. Leider sind die meisten Schmerzmittel mit Entzündungshemmern verbunden, so dass auch die Entzündung im Fuß auf andere Weise behandelt werden muss. In Absprache mit meiner Homöopathin habe ich direkt nach dem Unfall auf ein homöopathisches Mittel Namens Arnica zurückgegriffen, das die Schmerzen ein wenig lindern konnte.

Der Unfall liegt nun etwa 10 Wochen zurück und mit dem folgenden Beitrag gebe ich Euch einen Einblick über die Entwicklung.

Direkt nach dem Unfall habe ich natürlich den Fuß gekühlt und konnte mit Kompression einer zu starken Schwellung entgegenwirken.

Ich habe vom Arzt eine Schiene bekommen, die ich tagsüber und nachts tragen sollte. Die Schiene fühlte sich jedoch sehr unangenehm an, sodass ich sie in den ersten Tagen nachts wegließ und auch tagsüber nur anlegte, wenn ich mich weitere Strecken bewegen musste. Ich habe vom Arzt keine Unterarmgehstützen erhalten, so dass eine gewisse Belastung des Fußes trotzdem erhalten blieb. Meiner Meinung nach ist das jedoch ganz akzeptabel, genauso wie die Entscheidung, den Fuß nicht einzugipsen, da sich dadurch die Muskulatur des Unterschenkels nicht so stark zurückbildet.

Bereits am vierten Tag konnte ich schon wieder relativ gut laufen, was mich sehr überrascht hat, da ich bei früheren Bänderrissen den Unterschenkel stets für 6 Wochen eingegipst bekam. Glücklicherweise ist dieses Verfahren heutzutage als weitestgehend obsolet eingestuft, sodass ich davon ausgehe, dass die Genesung schneller voranschreiten wird.

Vier Wochen nach der Verletzung konnte ich eine weitere leichte Besserung feststellen. Ich hatte bereits zwei Wochen mit jeweils 2 Mal Physiotherapie hinter mir. Die Krankengymnastik war noch relativ schmerzhaft und der Ultraschall brachte nicht die gewünschte Besserung. Deshalb erhielt ich bei den beiden letzten Terminen Reizstrom, mit dem sich die Beweglichkeit und die Schmerzen merklich besserten. Ich führte regelmäßig einige Übungen für den Fuß durch, die insbesondere die Beweglichkeit verbessern sollten. Leider war die Beweglichkeit noch ziemlich eingeschränkt und ich humpelte auch noch. An richtiger Erwärmung beim Sport, Sprünge oder gar Tumbling war noch lange nicht zu denken. Trotzdem gab es Fortschritte zu verzeichnen und ich konnte den Fuß schon viel besser bewegen. Die Fußstreckung und Dehung nach innen waren aber immer noch stark eingeschränkt und schmerzhaft.

Zwei Wochen nach dem Unfall tat der Fuß noch ziemlich stark weh. Nach den anfänglichen guten Tagen, konnte ich danach eher wieder etwas schlechter laufen und die Schiene passte nicht zu meinem Fuß, denn sie drückte genau auf die schmerzhaften Stellen. Ich habe mir dann eine neue Schiene (bzw. Orthese, wie das in der Fachsprache genannt wird) geholt und diese passt viel besser. Ich hatte dann nicht mehr so große Schmerzen, wenn ich längere Strecken unterwegs war. In der Wohnung ließ ich die Schiene trotzdem oft weg, da sie einfach unangenehm war.

Ich bekam vom Arzt Physiotherapie verschrieben. 6 Mal Krankengymnastik sowie Ultraschall. Nach der ersten physiotherapeutischen Behandlung konnte ich nach und nach auch wieder Übungen für den Fuß in mein Training einfließen lassen. Momentan ist der Fuß ziemlich stark eingeschränkt in seiner Bewegungsfreiheit. Insbesondere die Streckung funktioniert nicht besonders gut und natürlich auch die Bewegung nach innen bzw. außen ist noch sehr schmerzhaft.

Sechs Wochen nach der Verletzung stand die Deutsche Meisterschaft auf dem Plan. Glücklicherweise erhielt ich genau nach 5 Wochen das Okay vom Arzt, langsam wieder ins Training einzusteigen und ich konnte mit C-Unit eine Woche an unserem Programm arbeiten. Der Arzt verschrieb mir eine Sportbandage, die ich beim Training trug. Um zusätzliche Sicherheit für den Fuß zu erhalten, stabilisierte ich ihn im Training mit einem Tapeverband. Die Stunts waren insbesondere am ersten Trainingstag noch sehr schmerzhaft. Am zweiten Tag konnte ich unser Team bereits etwas besser unterstützen und am dritten Tag gelang uns unser Programm schon ziemlich gut. Es gab noch einen Tag der Genesung und dann war auch schon die Deutsche Meisterschaft. Wir konnten einen glücklichen zweiten Platz erzielen und ich verzichtete ab diesem Zeitpunkt im Alltag auf die Schiene, um die Fußmuskulatur wieder langsam zu kräftigen.

Nach einer Woche Pause startete wieder das Training, bei dem ich den Fuß jetzt nur noch durch die Bandage unterstützte und nicht mehr zusätzlich durch einen Tapeverband stabilisierte. Ich begann nun auch langsam wieder mit leichter Lauferwärmung, wobei ich auch im Alltag noch immer Schmerzen beim Treppen steigen habe. An Sprünge oder Tumbling ist noch nicht zu denken, aber ich mache fleißig meine Fußübungen und hoffe, dass die Beweglichkeit bald wieder völlig hergestellt ist. Momentan kann ich den Fuß zwar ganz gut anziehen, aber in der Streckung fehlen mir noch einige Zentimeter.

Bei der Drehung nach Innen (Innenrotation) merke ich auch noch eine deutliche Spannung und ein unangenehmes Gefühl von Schwellung. Der Fuß schmerzt auch nach langen Arbeitstagen noch ziemlich, so dass ich am Abend seit etwa drei Wochen auf eine Erbsenkiste zurück greife, in der ich meinen Fuß entspanne und mobilisiere, um die Kräftigung der Fußmuskulatur weiter in Gang zu setzen.

Jetzt ist die Verletzung ziemlich genau 10 Wochen her. Nach der anfänglichen Euphorie, muss ich sagen, dass ich doch etwas ungeduldig geworden bin, da ich gerne schon etwas weiter wäre. Tumbling oder Sprünge kann ich nämlich immer noch nicht durchführen und bei der Drehung nach innen macht der Fuß mir immer noch Probleme. Das Treppensteigen wird immer besser, aber nach langen Tagen habe ich immer noch Schmerzen im Fuß und die Beweglichkeit ist noch eingeschränkt. Ich mache weiter meine Übungen, in der Hoffnung, dass die Genesung weiter voran schreitet. Auf der Videogym Seite stelle ich Euch bald einige der Übungen vor, die ich durchführe, um meinen Fuß wieder fit zu bekommen.

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